Jeden Tag wirken Millionen Reize auf uns – wir riechen, sehen, hören, schmecken und fühlen uns durch den Alltag. Zum Glück ist unser Gehirn dabei in der Lage, vollkommen unwillkürlich Entscheidungen zu treffen und unser Bewusstsein vor der Flut an Informationen zu schützen. Wir müssen unsere Kraft nicht darauf wenden, in jeder Sekunde bewusste Entscheidungen zu treffen und Risiken abzuschätzen. Wir vertrauen unserem Gehirn, dass es wichtige von unwichtigen Informationen unterscheiden kann und uns so einen Automatismus gönnt, mit welchem wir durch unseren Alltag – durch unser Leben – gehen.

Doch wir sind dabei nicht in einer passiven Rolle.

Jeder kennt das Phänomen, dass sich je nach derzeit vorherrschenden, eigenen Emotionen und Erfahrungen der Fokus verändert: nach dem Kauf eines neuen Autos sehen wir plötzlich sehr oft genau das Modell in unserer Stadt, die werdende Mutter sieht viele Eltern einen Kinderwagen schieben und die neu entdeckte Kleidungsmarke wird auf einmal von vielen in der Straßenbahn getragen.

Durch den Dschungel an Informationen findet sich unser Gehirn mit Hilfe unserer Erwartungen zurecht: es sucht sich in der realen Welt immer das heraus, was zu unserer bereits bestehenden „Gedankenwelt“ passt. Bestehende Ansichten werden so gestärkt und neue Perspektiven oftmals als „unwichtig“ eingestuft und unserem Bewusstsein nicht zur Verfügung gestellt.

Doch wie wunderbar ist es, dass wir unsere Erwartungen ganz bewusst und selbstständig formulieren können! Wir können uns zu jedem Zeitpunkt neu entscheiden und Gewohnheiten auf den Prüfstand stellen. Möchte ich wirklich einen Nachschlag vom Essen, oder habe ich nur unbewusst gegessen und spüre noch kein Sättigungsgefühl?

Möchte ich meine Freizeit auf dem Sofa liegend verbringen oder umtreibt mich eigentlich der Wunsch nach einem Hobby, welches sich noch nicht zeigen durfte? Möchte ich zum Familientreffen gehen, weil mir meine Familie wichtig ist oder tue ich jemandem anderen zuliebe? Und wie bewerte ich entsprechende Antworten?

Nicht immer treten Alternativen zu unseren Handlungen in unseren Fokus. Denn schließlich sind Gewohnheiten über Tage, Wochen, Jahre oder sogar Jahrzehnte gewachsen und waren zu bestimmten Momenten auch dienlich für unseren Weg.

Zudem bedeutet eine Veränderung auch immer einen gewissen Einsatz von uns – schließlich stellen wir unseren eigenen Automatismus auf den Prüfstand und rücken andere Bedürfnisse ins Scheinwerferlicht. Die Gedankenleistung, die erbracht werden muss, ist dabei enorm. Denn ist das Gedankenkarussell erst einmal in Schwung gekommen, bedarf es oftmals einer enormen Kraftanstrengung, um zum richtigen Zeitpunkt die Geschwindigkeit zu drosseln und es wieder in eine stille Ruhe zu bringen.

Doch die Freiheit, die wir erreichen können – sie ist unbeschreiblich.

Wir konstruieren unsere Wirklichkeit, unsere Wahrheit in der und mit der wir leben (wollen). Wir sind Schöpfer:innen unseres Inneren und können entscheiden, mit welchen Augen wir das Außen sehen wollen.

Was brauchen wir aber, um aus unserem Alltagsgeschehen auszubrechen und unsere Entscheidungen auf den Prüfstand zu bringen?

Woran merke ich, dass ich mich in den Fokus rücken sollte?

Welche Erwartungen habe ich an die (möglichen) Veränderungen?

Was hält mich bisher in meinen Bahnen?

Warum sollte ich meine gewohnten Pfade verlassen?

Wer kann mich auf diesem Weg begleiten?

Diese und viele weitere Fragen werden von vielen formuliert und oftmals als potenzielle Hemmnisse gesehen, tatsächlich aktiv in einen Veränderungsprozess einzusteigen.

Wir laden dich mit unserer Arbeit ein, dich auf das Finden der Antworten auf diese und viele weitere Fragen zu freuen und gemeinsam mit uns auf eine Reise voller Inspiration, Wohligkeit, Kreativität, Gefühle, Gedanken und Erstaunen zu gehen.